Warum hast du einen Trainer?

Neulich gab es auf Twitter eine Diskussion welche Ihren Ursprung in verletzungsbedingten Laufpausen hatte. Im Rahmen dieser Tweets tauchte die Frage auf, warum ich eigentlich mit Trainer trainiere. Wenn ich doch gar keine Bestzeiten laufen will. Ich merkte an, dass ich nur für das #teamgoldeneAnanas an den Start gehe und im Augenblick sehr froh bin ich wenn ich generell Laufen kann. Personal Best sind mir im Augenblick absolut nicht wichtig. Bei meinem nachfolgendem Lauf ist mir die Geschichte nochmal durch den Kopf gegangen und hat mich nicht losgelassen. Darum habe ich dazu eine Blogparade ins Leben gerufen.

Welche Gründe gibt es einen Trainer zu haben?

Für viele ist der wichtigste Grund ein sportliches Ziel zu verwirklichen. Einen neuen Personal Best (PB) zu erreichen. Einen Marathon in einer Zeit von unter 3h laufen zu können. Dies sind sehr Leistungsbezogene Ziele. Es ist aber auch durchaus möglich, dass man sich einen Lauftrainer nimmt um seinen Laufstil effizienter zu gestalten. Verletzungsfreier zu Laufen. Dies war zum Beispiel meine Motivation ein POSE – Lauftechnik Seminar zu besuchen um eine verletzungsfreiere Lauftechnik zu erlernen. Ein Lauftrainer kann aber auch einfach mal beim Einstieg in ein sportlicheres Leben sein. Er kann einem einfache Tipps geben um Sport besser im Alltag zu integrieren. Wie du siehst gibt es wirklich mannigfaltige Gründe mit einem Trainer zu trainieren. Aber was war genau mein Grund mir einen Trainer zu suchen?

Warum habe ich einen Trainer?

Ich habe eineinhalb Jahre nach Trainingsplänen trainiert, die ich kostenfrei im Internet gefunden habe. Ich habe dadurch natürlich Erfolge erzielt. Wurde schneller. Ich konnte längere Distanzen am Stück laufen. Im Endeffekt war ich bei Halbmarathons am Start und habe auch Marathons absolviert. Am Ende musste ich aber in die Laufpause weil ich zuerst mir ein Läuferknie zugezogen habe. Dann beim Berlin Marathon habe ich mir eine Entzündung meiner Tibialis posterior Sehne zugezogen. Nach vielen Versuchen eine Abhilfe für die Sehnenentzündung zu finden, hat mir ein Freund seinen Trainer empfohlen. Sein „Verkaufsargument“ war, dass dieser Trainer sehr auf die Athletengesundheit bedacht ist und verletzungsfreie Training als oberste Prämisse hat. Beim ersten Gespräch wurde mir mitgeteilt, dass ich ein ganz langsames Aufbautraining zu absolvieren habe. Sozusagen ein Laufen lernen von Null weg. So wie ich es von Anfang an hätte tun sollen. 🙂

In den gut eineinhalb Jahren die ich jetzt schon mit meinem Trainer trainiere gab es immer wieder Situationen wo mich mein Temperament wieder zurück an den Start katapultiert hat. Zum Glück nie ganz, aber doch durchaus immer wieder kleine Schritte zurück. Sei es einmal ein gewagter Sprint da, oder einfach ein Lauf-Geh-Intervall ohne Gehpause absolviert. Mit der Erfahrung meines Trainers habe ich immer wieder die Rückmeldung bekommen. „So wird das nichts“ Ich habe gelernt die Antworten meines Körpers zu verstehen. Ich hatte zwar keine Fragen, aber die Antworten waren da. 😀

Ich bekomme immer die an mich angepasste Menge Training um demnächst wieder an der Startlinie eines Marathons zu stehen! Mein Bewegungsdrang und mein Wunsch mich auszupowern darf ich mit gezielten Radeinheiten nachkommen. So bekomme ich nebenbei auch die Grundlagen für „the next big thing“ Triathlon. Ich habe bereits mein Triathlon Debüt beim Sprint Triathlon in Garsten gegeben und werde da gerne weitere machen. 😉

Muss ich einen Trainer haben?

Dazu gibt es ein ganz klares JEIN. 🙂 Es hängt davon ab was dein Ziel ist und welche Vorraussetzungen du mitbringst. Hast du dein Leben lang Sport betrieben. Hast Erfahrung mit Trainingsplänen und korrekter Übungsausführung. Dann wirst du dir vermutlich selbst dein Training gestalten können. Wenn du aber so wie ich den einen oder anderen Fettpolster durch „Extreme-Couching“ dir angeeignet hast. Winston Churchill mit „No Sports“ als Vorbild hattest. Dann rate ich dir Hilfe bei einem Trainer, Experten, Coach zu holen. Es wird dadurch einfacher Fehler zu vermeiden. Zu Beginn hilft da sicher auch ein versierter Freund. Jedoch sollte man sich hier auch ungewollte Ratschläge zu Herzen nehmen. Ich habe zum Beispiel nicht darauf gehört, dass ich langsamer anfangen soll und geringere Laufumfänge zu absolvieren. Dadurch habe ich mich im Endeffekt selbst verletzt. 🙁

Ich bin deshalb der Meinung, dass es nicht notwendig ist auf Bestzeiten fixiert zu sein, um einen Trainer zu haben. Alleine schon seinen Körper nicht zu verletzen ist Grund genug sich Unterstützung eines Trainers zu holen. Weiter ist es natürlich auch angenehm sich selbst keine Gedanken darüber machen zu müssen, welche Trainingseinheiten muss ich den für nächste Woche planen. Ich schau einfach auf meinen Trainingsplan. 😀

Nun kennst du meine Meinung zu diesem Thema. Meine Kollegen haben sich dazu auch Gedanken gemacht.

Torsten vom Ausdauerblog

Warum ich bisher (fast immer) auf einen eigenen Trainer verzichtet habe

 

Sabrina von sabrinawolf.de

TRAINING MIT EINEM TRAINER ODER LIEBER ALLEINE?

 

Din von Eiswürfel im Schuh

Ausdauersport mit oder ohne Trainer? Warum brauche ich einen Trainer?

 

Hannah und Carsten von den Ausdauer-Coaches

WARUM DU MIT EINER TRAINERIN ZUSAMMENARBEITEN SOLLTEST

 

Mara von Mara im Westen

Personal Coach – Nur eine Möglichkeit seine Ziele zu erreichen?

 

Schorsch von Tri it Fit

Trainieren mit einem Personal Trainer – Vor- und Nachteile im Überblick

 

 

 

 

Blogparadenaufruf

Neulich gab es auf Twitter eine Diskussion welche Ihren Ursprung in verletzungsbedingten Laufpause hatte. Im Rahmen dieser Tweets tauchte die Frage auf, warum ich eigentlich mit Trainer trainiere wenn ich doch gar keine Bestzeiten laufen will. Ich merkte an, dass ich nur für das #teamgoldeneAnanas an den Start gehe und im Augenblick sehr froh bin ich wenn ich generell Laufen kann. Personal Best sind mir im Augenblick absolut unwichtig. Bei meinem nachfolgendem Lauf ist mir die Geschichte nochmal durch den Kopf gegangen und hat mich nicht losgelassen. Darum habe ich mir gedacht ich rufe dazu eine Blogparade ins Leben. 🙂

Also liebe Bloggerkollegen. Wie ist Eure Meinung zum Thema Training mit einem Trainer. Welche Motivation, welche Gedanken habt Ihr dazu? Schreibt einen Beitrag verlinkt diesen Beitrag darin und verlinkt euren Blogbeitrag hier  in den Kommentaren.

Deadline gebe ich uns aufgrund der anstehenden Feiertage bis 17.02.19. 😉

 

Markus

läuft seit 21. April 2015
1. Halbmarathon 13.09.15: 2:08:16 - Wachau
1. Marathon 13.03.16 4:35:34 - Barcelona

Meine Rekorde
5k: 0:28:32
10k: 0:55:11
HM: 2:06:07
M: 4:35:34

9 Comments

  1. Als erstes einmal ganz vielen lieben Dank für den Anstoß zu dieser Blogparade, bei der ich sehr gern auch meine Meinung mit ins Spiel bringe. Denn schließlich trainiere ich seit Jahren mit einer Trainerin, habe davor ebenso lang meine Pläne selbst geschrieben und Jahre zuvor immer im Verein mit anderen gemeinsam trainiert. Also gibt es einiges zu sagen.

    Ich freue mich immer noch für dich, dass du wieder regelmäßig in den Laufschuhen steckst. Alles Gute auch weiterhin und eine spannende Zeit mit viel Input mit deinem Trainer.

    1. Danke dir für deinen Beitrag und deine Meinung zu meiner Blogparade.

      Ich freue mich auch sehr, dass ich wieder Laufen kann. Dieses Jahr werden wir es auch schaffen, dass ich bei deiner Yoga Stunde mitmachen kann. 🙂

  2. Hey Markus,
    da hast du ja ein Them losgetreten 😉 Darf ich als Gründer von MyGoal Training einen anderen Aspekt in die Diskussion einbringen? Du schreibst auch davon, dass dich kostenlose Trainingspläne zunächst weiter und dann leider in die Verletzungspause gebracht haben. Das ist leider typisch. Aus einem Grund. Das Leben mit Familie, Beruf und Sport verläuft niemals wie im Lehrbuch. Wir glauben, dass man auch ohne Trainer Ziele im Ausdauersport erreichen kann. Mitunter ist das ganz einfach auch eine Budgetfrage. Wovon aber absolut abzuraten ist, sind eben diese pauschalen Trainingspläne. Und wenn sie in den einschlägigen Foren der „alten Hasen“ noch so bejubelt werden, raten wir mindestens zur Vorsicht, denn über die (anfänglichen) Erfolge wird oft geschrieben, über die Leidensgeschichten danach leider viel zu selten. Deshalb Danke a) für die spannende Diskussion und b) für deine Offenheit genau in diesem Punkt.

    1. Hallo Mathias,

      Danke dir für dein Kommentar. Ich sehe es einfach so, dass es wichtig ist auf seinen Körper zu hören. Das muss man aber erst lernen, dabei hilft ein Trainer sehr gut als erfahrener Gesprächspartner.

  3. Pingback: Warum Du mit einer Trainerin zusammenarbeiten solltest - Die Ausdauer-Coaches

  4. Hallo Markus,

    natürlich folgen auch die Ausdauer-Coaches deinem Aufruf gerne. Schließlich sind wir nicht nur Coaches sondern auch selbst Athlet und Athletin.

    Für uns hat sich diese Frage vorher nie gestellt. Wir haben den Mehrwert eines Coaches nie in Frage gestellt. Von daher, vielen Dank für die Aufforderung. Wir haben uns gerne den Kopf darüber zerbrochen, warum wir mit einem Coach zusammenarbeiten.

    Gruß Carsten

  5. Hallo Markus,
    toller Beitrag! Tatsächlich haben wir wohl einiges gemeinsam, warum wir mit Trainer trainieren!
    Bei mir ist völlig klar, dass ich ohne anständiges Aufbautraining nie wieder wirklich laufen kann. Ein Bandscheibenvorfall und damit zusammenhängend bzw. auslösend mehrere chronische Rücken-Wehwehchen sprechen da eine recht deutliche Sprache. Ich habe die Hoffnung, dass ich mit Trainer soviel Rumpfmuskulatur aufbauen kann, das es wenigstens wieder bis zum Halbmarathon reicht.
    Aber deine Erfahrungen zeigen das gleiche wie bei mir, ohne Geduld und eine genaue Kenntnis über den eigenen Körper hilft dann auch der beste Trainer nichts.

    Vielen Dank für diese tolle Blog-Parade und keep on running ähhh going

    Mara

    1. Hallo Mara,

      Danke für dein Kommentar.
      Ich bin auch in der Vorbereitung wieder einen HM laufen zu können.
      Geduld ist dabei wirklich das wichtigste Gut. Ungeduldig sein bringt da gar nichts weiter 🙂

      Viel Erfolg bei deinem Comeback (Y)

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