Warum machst du Sport und bloggst darüber?

Warum die Bloggercommunity Sport treibt fragt Lotta im Zuge ihrer Blogparade. Schorsch und Lotta  von TRI IT FIT beantworten diese Frage selbst in Ihrem Blogbeitrag „Warum treiben Fitnessblogger Sport?„.

Ich möchte diese Frage auch gerne beantworten und habe dazu ein wenig gegrübelt, wie ich eigentlich zum Sport gekommen bin. Als Kind war ich kein Vollblutsportler, Sport gab es für mich damals nur in der Schule. Kurz war ich auch mal in einem Bodenturnverein, allerdings wenig erfolgreich :). Da ich nie wirklich schlank war, hat mir Sport auch nur wenig Spaß gemacht und so wuchs ich zu einem unsportlichem Jugendlichen heran. Nach meiner Matura wurde ich zum Bundesheer eingezogen und kam das erste Mal mit regelmässigem Sport in Berührung. Da ich von den Ausbildern „gezwungen“ wurde Sport zu machen konnte ich mir hierfür keine Begeisterung erhalten. Trotzdem war ich während der Grundausbildung in meiner körperlichen Bestform. 🙂 Während des Studiums habe ich mir eine absolute Winston Churchill Mentalität angeeignet und mein Mantra war „NO SPORTS“ dies führte zu einem maximalem Körpergewicht von 113kg und damit verknüpften Einschränkungen in meiner Beweglichkeit. Dies war aber noch immer kein Grund für mich Sport zu betreiben, mehr Gewicht wollte ich aber auch nicht mehr haben. Erst durch eine einschneidende Veränderung in meinem Leben habe ich mit Sport angefangen.

Mein Hypophysenadenom
Marla – Mein Hypophysenadenom

Die Diagnose eines Hypophysenadenoms 2009 erklärte unter anderem warum ich mir schwer tat Gewicht zu verlieren. Durch die entsprechende Behandlung und damit einer Korrektur meines Testosteron-Haushaltes konnte ich durch 3mal pro Woche 45 minütigem Brustschwimmen meinen Körperfettgehalt schon mal stark reduzieren. Nach einem halbem Jahr meldete ich mich auch das erste Mal in meinem Leben in einem Fitness Studio an. 🙂 Dort startete ich mit etwas Krafttraining und Cardiotraing am Ergometer. Ich trainierte bis dahin nur in Schwimmbädern oder im Fitnessstudio, also immer unter sozusagen „standardisierten“ Rahmenbedingungen. Das war ein absolutes MUSS für mich, da ich ein Outdoor-Sport Verweigerer war. Ich wollte sobald ich meine Trainingseinheit beendet habe einfach unter die Dusche gehen können und mir den Schweiß vom Körper waschen und nicht die Notwendigkeit haben noch mal die ganze Strecke die ich am Fahrrad gefahren bin retour zu fahren um mich dann erst duschen zu können.

Nun ja jetzt ist mal erklärt wie ich zum Sport gekommen bin, aber bisweilen habe ich noch nicht beleuchtet warum ich mit dem Bloggen begonnen habe. 🙂 Nachdem ich motivierter Indoorsportler war kam das was oft passiert, Arbeit, Arbeit, Arbeit und ich kam nicht mehr viel zu Sport, bzw. ich nahm mir zu wenig Zeit für Sport und das unvermeidbare passierte, ich nahm wieder Gewicht zu. 🙁 Jedoch hatte ich das Glück, dass ich 2015 Martin, meinen „Lauf bzw. jetzt Sport-Motivator“, zum zweiten Mal beim Linz Marathon anfeuern ging. Diese unbändige Energie die hier im Publikum den Athleten entgegengebracht wurde faszinierte mich, sie motivierte mich, obwohl ich nicht einmal selber auf der Laufstrecke war. Ich entschloss mich dazu, dass ich das als Teilnehmer, als Läufer selbst erleben möchte. Vereinbart wurde, dass ich 2016 am Linz Marathon in der Staffel laufen werde und somit startete ich mein erstes Lauftraining und es dauert nicht lange das es dann auch zu meinem erstem Laufwettbewerb kam. Jedenfalls diese Reise vom Antiläufer zum Läufer war für mich der Start des Blogs und ich erzähle hier meine Geschichte über meine läuferischen Aktivitäten sowie meine verletzungsbedingten Sportwechsel. Mittlerweile fahre ich auch den einen oder anderen Kilometer am Rennrad und es macht Spass. 🙂 Ich freue mich wenn ich mit meinem Blog den einen oder anderen auch für Sport motivieren kann.

Markus

läuft seit 21. April 2015
1. Halbmarathon 13.09.15: 2:08:16 - Wachau
1. Marathon 13.03.16 4:35:34 - Barcelona

Meine Rekorde
5k: 0:28:32
10k: 0:55:11
HM: 2:06:07
M: 4:35:34

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12 Comments

  1. Hey Markus,

    sehr schöne Geschichte. Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Bei Lauf- oder Triathlonveranstaltungen, an denen ich nicht teilnehmen kann, bin ich einerseits traurig, andererseits aber hochmotiviert, beim nächsten Mal dabei zu sein. Ich hoffe, dass sich deine Schienbeingeschichte bald klärt und du dann wieder regelmäßig und ohne Schmerzen laufen kannst!

    Beste Grüße,

    Lotta

  2. Hi Markus,

    drücke auch die Daumen für das laufen, wobei Radfahren aus Erfahrung eine tolle Alternative ist. Am besten ist aber die Kombination aus beidem. Danke für deine Geschichte!

    Viele Grüße
    Torsten

  3. Ich hatte ja schon ein wenig mehr von dir persönlich erfahren können, als wir uns auf der Fitness Blogger Konferenz trafen. Schön, nun noch etwas mehr Einblick in deine Geschichte auf diesem Weg zu erhalten. Wie schon gesagt, lass dich von der Verletzung nicht unterkriegen und auch ganz viel Spaß auf dem rad!

  4. Hi Markus
    Ich finde solche Geschichten ja immer wahnsinnig spannend zu lesen und kann sehr gut nachvollziehen, dass Sport keinen Spass macht, wenn man dazu „gezwungen“ wird 😉 Auch von meiner Seite viel Geduld beim „Auskurieren“ Deiner Verletzung!
    Liebe Grüsse
    Ariana

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